Südchinesisches Meer: Südostasiens großes Sicherheitsrisiko
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Südostasiens größtes Sicherheitsrisiko

Warum der Konflikt um das Südchinesische Meer die ganze Weltwirtschaft betrifft

Mathias Peer Von Mathias Peer
8. Juli 2016, China, Philippinen, Vietnam
Ein amerikanischer Flugzeugträger durchquert das Südchinesische Meer, Foto Official U.S. Navy Page, CC BY 2.0

Mathias PeerLiebe Leserinnen und Leser, der Streit um das Südchinesische Meer betrifft die ganze Weltwirtschaft: Güter im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar werden jährlich über diesen Seeweg transportiert. China beansprucht fast das gesamte Gebiet für sich – und steht damit auf Konfrontationskurs zu südostasiatischen Staaten wie den Philippinen, Vietnam, Indonesien und Malaysia, die Teile des Meers ebenfalls für sich reklamieren.

Ein Wendepunkt der Auseinandersetzung wird in der kommenden Woche erwartet: Am Dienstag entscheidet das Internationale Schiedsgericht in Den Haag über den Fall – und dürfte der Regierung in Peking voraussichtlich in den wichtigsten Punkten widersprechen. China kündigte zwar bereits an, das Urteil ignorieren zu wollen und kritisierte das Verfahren scharf. Anrainerstaaten hoffen angesichts des erwarteten internationalen Drucks aber auf eine weniger expansive Politik Pekings.

Doch eine rasche Entspannung ist laut Sicherheitsexperten nicht zu erwarten. Alan Dupont, Professor für Internationale Sicherheit, warnt: „This dispute is showing all the hallmarks of becoming the most serious security problem for Southeast Asia and Australia since the Vietnam War.“

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Viele Grüße aus Bangkok
Mathias Peer

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